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Die Idee
Viele (vor allem ältere) Menschen besitzen ein Auto, dass sie selten nutzen bzw. nicht mehr nutzen können oder wollen. Demgegenüber mangelt es in größeren, jüngeren Familien häufig an Fahrzeugen. Dies gilt besonders für den ländlichen Raum. gemeinsam mobil bringt beide Gruppen zusammen: die Jüngeren übernehmen fallweise Fahrdienste (Einkaufen, Freunde besuchen, Bringen, Holen etc.) für die Älteren. Im Gegenzug können sie das Auto auch für eigene Fahrten nutzen. So verbessert sich für alle Beteiligten die Mobilität und damit die Lebensqualität.

Im Vordergrund des Projekts stand das Ziel durch eigenes Engagement und ohne finanzielle Gewinnabsicht gemeinsam mobil zu sein. Das Projekt gemeinsam mobil leistete einen Beitrag dazu, dass verfügbare Autos besser ausgelastet werden und weniger Autos neu angeschafft werden. Es ging über das klassische Carsharing Modell hinaus, da der Tausch von Mobilitätsdiensten im Vordergrund steht. Durch gemeinsam mobil sollten soziale Kontakte und das Miteinander von Alt und Jung gefördert werden. Dieser Ansatz ist ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltig.

gemeinsam mobil erklärt anhand eines Beispiels
Eines der Kinder von Frau B. ist plötzlich erkrankt und muss dringend zum Arzt. Frau B. hat aber derzeit kein Auto zu Hause und weiß nicht wie sie zum Arzt kommen soll. In der Nähe von Frau B. wohnt Herr A. Zweimal in der Woche muss der 75-Jährige in die 10 km entfernte Nachbargemeinde, um seine Einkäufe zu erledigen. Aufgrund einer Sehschwäche nutzt er das Auto sehr selten, er fühlt sich dabei unsicher. Weil beide beschlossen haben sich gegenseitig mit gemeinsam mobil zu unterstützen, borgt Herr A. Frau B. sein Auto. Im Gegenzug fährt Frau B. mit Herrn A. zum Einkaufen.

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Das Forschungsprojekt

Im Forschungsprojekt gemeinsam mobil wurde in einer Modellregion (Gemeinde Obdach und Bruck an der Leitha) in Österreich die Möglichkeiten für solche Kooperationen getestet. Im Fokus standen dabei das Nutzungspotential, die Erarbeitung fairer Bedingungen für den Tausch sowie mögliche Organisationsformen. Außerdem wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Durchführung des neuen Mobilitätsmodells untersucht und praktische Werkzeuge zur Umsetzung erarbeitet.





Das Forschungsprojekt coop:mob wurde im Rahmen der Programmlinie ‚Mobilität der Zukunft: Personenmobilität innovativ gestalten - Verkehrsinfrastruktur gemeinsam entwickeln‘ vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.


Kontakt

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